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Altbau & Wärmepumpe

Wärmepumpe im Altbau

Viele Hausbesitzer hören, ihr Haus sei zu alt für eine Wärmepumpe. In den meisten Fällen stimmt das nicht. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die berechnete Heizlast und die vorhandenen Heizflächen.

Wir rechnen jeden Raum einzeln durch, bevor wir ein Gerät vorschlagen.

Grundlagen

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau wirklich?

Ja, wenn sie richtig ausgelegt ist. Eine Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur ist.

Im Altbau liegt diese oft höher als im Neubau, aber meist deutlich niedriger, als die alte Heizung eingestellt war. Viele Öl- und Gaskessel laufen seit Jahrzehnten mit Werten, die das Haus gar nicht braucht.

Deshalb beginnt bei uns jedes Projekt mit einer raumweisen Heizlastberechnung. Erst danach steht fest, welches Gerät passt und ob einzelne Heizkörper getauscht werden sollten.

Wer stattdessen pauschal schätzt, baut im Zweifel ein zu großes Gerät ein und zahlt doppelt, beim Kauf und später im Betrieb.

Erste Einschätzung

Woran Sie erkennen, ob Ihr Haus geeignet ist

Die Heizkörper sind großzügig dimensioniert

Große Flächen geben bei niedriger Temperatur genug Wärme ab. Oft sind alte Heizkörper sogar überdimensioniert, was der Wärmepumpe entgegenkommt.

Fenster oder Dach wurden saniert

Jede Sanierung senkt den Wärmebedarf und damit die nötige Vorlauftemperatur.

Es ist Platz für die Außeneinheit

Ein freier Platz an der Hauswand oder im Garten reicht. Den Abstand zum Nachbargrundstück prüfen wir mit.

Ein Raum für die Technik ist vorhanden

Dort, wo bisher Kessel und Tank standen, entsteht der neue Technikraum mit Speicher.

Keines dieser Merkmale ist Pflicht. Sicherheit gibt am Ende nur die Berechnung.

Heizflächen

Müssen die Heizkörper raus?

Meistens nicht. Eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung.

In vielen Altbauten bleiben die vorhandenen Heizkörper vollständig erhalten, weil sie ohnehin größer ausgelegt wurden, als es nötig gewesen wäre. In anderen Fällen reicht es, einzelne Räume anzupassen, etwa ein Bad oder einen Anbau.

Was in fast jedem Fall dazugehört, ist der hydraulische Abgleich. Er sorgt dafür, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die er braucht. Ohne ihn läuft die Anlage unnötig heiß und damit teuer.

Referenzen

Drei Altbauten aus der Region

Außeneinheit
Außeneinheit
Technikraum
Technikraum
Baujahr 1896

Pirna

Die Ölheizung lief seit 1991 und musste 200 Quadratmeter Altbau warmhalten. Wir haben nicht geschätzt, sondern jeden Raum einzeln berechnet. Heute heizt eine Bosch Luft-Wasser-Wärmepumpe das Haus zuverlässig, im Keller sorgen gedämmte Leitungen, zwei Speicher und ein Abscheider für Ordnung.

Außeneinheit
Außeneinheit
Technikraum
Technikraum
Baujahr 1980

Sebnitz

Fast 30 Jahre Öl, dann war Schluss. Wir haben das Haus Raum für Raum durchgerechnet und eine Wärmepumpe geplant, die zu Gebäude und Heizkörpern passt. Mitten in der Sächsischen Schweiz, wo die Winter nicht zimperlich sind.

Außeneinheit
Außeneinheit
Technikraum
Technikraum
Baujahr 1995

Görlitz

Eine Biomasseheizung von 2003 ging nach über zwanzig Jahren in den Ruhestand. Kein Brennstoff nachlegen, kein Lagerraum, keine Asche.

Weitere Projekte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zeigen wir Ihnen gern im persönlichen Gespräch.

Kosten und Förderung

Was kostet das, und was übernimmt die Förderung?

Die Kosten hängen vom Gebäude ab, nicht vom Katalogpreis des Geräts.

Entscheidend sind Heizlast, Zustand der Verteilung, Aufstellort und ob Heizkörper angepasst werden. Ein belastbarer Preis entsteht erst nach dem Aufmaßtermin, und den bekommen Sie von uns schriftlich und verbindlich, nicht als Spanne.

Für den Heizungstausch gibt es eine Förderung nach dem Programm 458 der KfW. Welche Bestandteile davon für Sie greifen, hängt unter anderem vom Alter der alten Heizung und von Ihrem Haushaltseinkommen ab.

Wir prüfen Ihren Anspruch vorab und begleiten die Antragstellung gemeinsam mit unserem Energieberater, inklusive Bestätigung zum Antrag und Fristen.

Ablauf

So läuft ein Projekt bei uns ab

  1. Erstgespräch

    Dauer: 15 Minuten

    Wir klären telefonisch, worum es geht, und schauen, ob wir passen.

    Ihr Aufwand: ein Telefonat.

  2. Aufmaß vor Ort

    Dauer: etwa 1 Stunde

    Gebäude, Heizflächen, Aufstellort und Elektrik werden aufgenommen.

    Ihr Aufwand: Sie zeigen uns das Haus, wir kommen zu Ihnen.

  3. Berechnung und Angebot

    Dauer: wenige Tage

    Raumweise Heizlast, passendes Gerät, verbindlicher Festpreis.

    Ihr Aufwand: keiner. Sie bekommen alles schriftlich.

  4. Förderung und Netzanmeldung

    Dauer: läuft im Hintergrund

    Antrag, Nachweise, Anmeldung beim Netzbetreiber.

    Ihr Aufwand: Unterlagen bereitstellen, den Rest bereiten wir vor.

  5. Umsetzung und Übergabe

    Dauer: drei bis fünf Tage

    Wir koordinieren alle Gewerke und übergeben betriebsfertig.

    Ihr Aufwand: Zugang zum Haus und eine Einweisung am Ende.

Ein Ansprechpartner, ein Vertrag, ein Preis. Alles andere liegt bei uns.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Fehlt Ihre Frage? Stellen Sie sie uns im Erstgespräch.

Das Baujahr allein entscheidet nicht. Wir haben Häuser von 1896 bis 1997 umgerüstet. Ausschlaggebend ist die berechnete Heizlast.

Moderne Geräte arbeiten leise. Den genauen Wert und die einzuhaltenden Abstände zum Nachbargrundstück prüfen wir bei der Planung.

Ja. Die Geräte sind für deutliche Minusgrade ausgelegt. Unsere Projekte in der Sächsischen Schweiz laufen auch im Winter.

In der Regel drei bis fünf Arbeitstage.

Ja, und das lohnt sich. Die Wärmepumpe nutzt dann einen Teil des selbst erzeugten Stroms für die Wärme.

Lassen Sie rechnen statt raten

Ob Ihr Haus geeignet ist, zeigt die Heizlastberechnung. Fordern Sie ein unverbindliches Angebot an, wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen.